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Überblick zur Geschichte der Klosterkirche

Heute ist der 25.06.2016.
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... und ihres historischen Ensembles in Altfriedland

Vredeland - Friedland - Altfriedland

Im Jahre 1271 wurde das Dorf Friedland (damals "Vredeland") erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsteil entwickelt sich im Mittelalter um einen Rittersitz mit angeschlossener Schäferei. In diesem Zeitraum erhält Friedland Stadtrecht, was später wieder aufgehoben worden ist. Seitdem Ende des 18. / Anfang des 19. Jahrhunderts die Kolonistendörfer Karlsdorf (1774) und Neufriedland hinzu kamen, wurde das ehemalige "Friedland" in "Altfriedland" umbenannt. Heute ist Altfriedland ein Ortsteil der Gemeinde Neuhardenberg, die gemeinsam mit den Gemeinden "Märkische Höhe" und "Gusow-Platkow" zum Amt Neuhardenberg, Landkreis Märkisch-Oderland, gehört.

Kloster und Zisterzienserinnen

KlosterBild links: Eingang zur Klosterruine.
Das Kloster Friedland wurde zwischen 1230 und 1250 gegründet. Es wurde als Zisterzienser-Nonnenkloster im spätmittelalterlichen bis frühgotischen Stil erbaut und der Jungfrau Maria geweiht. In der Ruine des Klosters sind noch heute das Refektorium (Refektorium = Speisesaal in einem Kloster) mit einem Sternrippengewölbe und die Reste des Kreuzganges mit Kreuzgewölbe in der mittelalterlichen Zistersienserinnen-Abtei zu bewundern.
Mehr Informationen zum Kloster hier.

Die Zisterzienser/-innen - ein seit dem 12 Jahrhundert einfussreicher und weit verbreiteter katholischer Orden. Die Zisterzienserinnen und Zisterzienser lebten strenge Askese. Sie lehnten Einnahmen aus der Verpachtung von Ländereien ab oder aus Abgaben ab und wollten durch eigene Handarbeit ihren Unterhalt verdienen. Die Zisterzienser brachten nicht nur das Christentum ins Land, sondern mit ihm auch die Kultur. "Den Bau des Klosters und der Kirche an stillem Ort am Klostersee errichteten sie zur Ehre Gottes." (aus: Rudolf Schmidt: Die Herrschaft Friedland, Bad Freienwalde 1928). Zu den zisterzienserischen Idealen gehörte es aber nur bis etwa zum Ende des 13 Jahrhunderts, nicht von den Abgaben abhängiger Bauern, sondern nur von der eigenen Arbeit leben zu wollen. Später änderte sich dies - auch im Kloster Friedland. Mehr Informationen zu den Zisterziensern hier.

Klosterkirche

Klosterkirche AltfriedlandBild links: Klosterkirche heute. Bild rechts: Klosterkirche und Klosterruine heute. Die Klosterkirche wurde - ebenso wie das Kloster - um 1230 als Feldsteinkirche zum Gotteshaus der Zisterzienserinnen erbaut. Das Gebäude zerfiel jedoch, nachdem es Kloster und Nonnen nach etwa 1540 nicht mehr gab. Erst zweihundert Jahre später, im Jahre 1734 wurde sie als evangelische Pfarrkirche genutzt und hierzu umfassend erneuert. Der Kirchturm der Klosterkirche wurde erst 1864 angebaut, nicht mehr mit Feldsteinen, sondern mit Ziegeln. Kirche und Klosterruine
Wiederum 200 Jahre später - In den Jahren 1936-1938 - wurde die Kirche abermals restauriert. In dieser Fassung ist der Kirchbau bis heute im Wesentlichen erhalten. Am Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Kirche stark beschädigt.
Bis 1957 wurde die Kirche wieder hergerichtet. Im Inneren sind der Anstrich, die Decken- und die Altarbemalung aus der Zeit von 1936-1938 erhalten. Hingegen wurde die Bestuhlung nach dem Ende des zweiten Weltkrieges neu eingerichtet. im Jahre 1954 wurde die heute noch zu bewundernde Schuke-Orgel eingebaut. Mehr Informationen zur Kosterkirche hier.

Pfarrhaus

PfarrhausBild links: Pfarrhaus und Pfarrgarten heute.
Einen weiteren Schatz hat Altfriedland im Pfarrhaus, gegenüber der Kirche. Es ist als Fachwerkhaus 1633 erbaut. Es ist das älteste Haus in Altfriedland und das ältestes Pfarrhaus im Barnim. Es wurde bis 1757 neu hergerichtet. Danach wurde es unter Denkmalschutz von ca. 1991 bis 1995 restauriert.

Gutsanlage

GutshausBild rechts: Das ehemalige Gutshaus und Roebelscher Bau. Die alte Gutsanlage entstand in der Nachfolge des Besitzes der Zisterzienserinnen, nachdem der Ort 1546 in kurfürstlchen Besitz kam. Aus der alten Klosteranlage wurde ein Domänengut / Rittergut. Besitzerin unter anderem: 1564 Feldmarschall Joachim von Roebel, 1711 Markgraf Albrecht Friedrich von Brandenburg-Sonnenburg (1672-1731), 1731 Markgraf Carl Albrecht von Brandenburg-Sonnenburg ( 1705-1762), Charlotte Helene von Lestwitz über (1754-1803), die als Frau von Friedland bekannt wurde. 1848 Staatsminister Graf Heinrich August von Itzenplitz (siehe Bild und Text unten), der sie an seine Tochter Gräfin Luise vererbte. Diese war seit 1867 mit Karl von Oppen verheiratet (Gräfin Luise von Oppen, 1839-1901). Deren Nachkommen führten das Gut auch in den nachfolgenden Jahrzehnten. Mehr Informationen zur Gutsanlage können Sie hier einsehen.

Dorfaue

DorfaueItzenblitzBild links: Dorfaue, an die Gemeinde geschenkt durch Graf von Itzenplitz (Bild rechts). Auf der Dorfaue, früherer Dorfplatz, stand ein Backhaus. Heinrich August Friedrich Graf von Itzenplitz übergab den jetzigen Dorfplatz (vor dem Gasthof) den Friedländern 1893 unter der Bedingung, einen "Spazierhain" daraus zu machen, in dem Ziersträucher und groß wachsende Bäume angepflanzt werden sollten, "darunter man im Schatten gehen kann" (Kirchenakte, v. Itzenplitz).

Bild rechts: Heinrich August Friedrich Graf von Itzenblitz auf Cunersdorf und Friedland. Königlich Preußischer Staatsminister und Minister für Handel und Gewerbe, geb. Groß Behnitz 23.02.1799, gest. Cunersdorf 15.02.1883.

Weiteres

Zu dem historischen Areal in Altfriedland gehören auch das Lange Haus - die alte "Schnitterkaserne" -, die alte Dorfschule, die alte Bäckerei, Reste der alten Friedhofsmauer.

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